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Warum NVIDIA das Rechenzentrum bis 2030 dominieren wird

  • NVIDIA hat einen Marktanteil von 90 % bei Supercomputer-Beschleunigern.
  • Ark Invest geht davon aus, dass Beschleuniger bis 2030 der dominierende Chip für Rechenzentren sein werden.
  • NVIDIA plant die Einführung der Grace Central Processing Unit (CPU) im Jahr 2023.

In den letzten zehn Jahren ist die Hardware von NVIDIA (NASDAQ:NVDA) zum Synonym für modernste Grafik- und Hochleistungsrechner geworden. Es überrascht nicht, dass sich die Aktionäre sehr gut entwickelt haben. Die Aktie ist allein in den letzten fünf Jahren um satte 1.300 % gestiegen und hat damit die Performance des breiten Marktes übertroffen.

Der Chiphersteller hat jedoch noch viel Raum, um sein Geschäft auszubauen, insbesondere im Bereich der Rechenzentren. Das sollten Anleger wissen.

Der Marktführer im Bereich beschleunigtes Computing

Im Jahr 1999 erfand NVIDIA die Graphics Processing Unit (GPU), einen Chip, der rechenintensiven Code parallelisieren kann. Mit anderen Worten: GPUs können große Datenmengen sehr schnell verarbeiten. Ursprünglich wurden diese Chips entwickelt, um ultrarealistische Videospielgrafiken zu rendern, doch inzwischen sind sie zu einem wichtigen Bestandteil von Rechenzentren geworden.

NVIDIA-GPUs haben sich zum Standard für die Beschleunigung von Arbeitslasten wie Analysen, künstliche Intelligenz und wissenschaftliche Berechnungen entwickelt. Tatsächlich hat das Unternehmen vor kurzem Rekorde bei den MLPerf-Benchmarks aufgestellt, einer Reihe von Tests, mit denen die Leistung von KI-Rechenplattformen gemessen wird. Und NVIDIA kontrolliert derzeit 90 % des Marktes für Supercomputer-Beschleuniger.

Die Budgets für Rechenzentren waren im Jahr 2020 immer noch stark auf zentrale Recheneinheiten (CPUs) ausgerichtet, wobei diese Chips 83 % der Gesamtausgaben für Prozessoren ausmachten. Ark Invest geht jedoch davon aus, dass dieser Anteil in den nächsten zehn Jahren auf 40 % sinken wird. Mit anderen Worten: Bis 2030 werden GPUs nicht nur der dominierende Beschleuniger für Rechenzentren sein, sondern auch der dominierende Prozessor.

Das sind gute Nachrichten für NVIDIA. Das Management schätzt den adressierbaren Markt im Rechenzentrumsgeschäft bis 2024 auf 100 Milliarden US-Dollar, aber diese Zahl dürfte bis 2030 noch größer sein. Und angesichts der starken Wettbewerbsposition des Unternehmens ist NVIDIA gut positioniert, um den Löwenanteil dieser Summe zu erobern.

Ein Drei-Chip-Unternehmen

NVIDIA hat auch über sein Markenzeichen, den Grafikprozessor, hinaus expandiert. Im Jahr 2020 schloss das Unternehmen die 7 Milliarden Dollar teure Übernahme von Mellanox ab, einem Unternehmen, das sich auf Hochleistungs-Netzwerklösungen spezialisiert hat. Seit dem Zusammenschluss hat NVIDIA einen neuen Chip eingeführt, der die Mellanox-Technologie enthält: die Data Processing Unit (DPU). Dieser Chip entlastet die CPUs von Netzwerk-, Speicher- und Sicherheitsaufgaben und steigert so die Leistung und Effizienz. Die Übernahme von Mellanox macht NVIDIAs Compute-Plattform robuster und ermöglicht es dem Unternehmen, Workloads in den Bereichen Computing, Networking und Storage zu optimieren, was zu Marktanteilsgewinnen im Rechenzentrum führen dürfte.

Vor kurzem kündigte NVIDIA einen dritten Chip an: die Grace CPU. Dieser Prozessor soll 2023 auf den Markt kommen und verfügt über energieeffiziente ARM-Kerne, die die zehnfache Leistung der derzeit schnellsten Server bieten. Die Grace-CPU wird zusammen mit der GPU und der DPU die Compute-Plattform von NVIDIA vervollständigen, und es gibt Grund zu der Annahme, dass sie ein Erfolg werden wird.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben CPUs, die auf der x86-Architektur basieren – man denke nur an Intel und AMD – das Rechenzentrum dominiert, und die beiden hatten im Jahr 2020 einen Marktanteil von 92 %. Ark Invest ist jedoch der Ansicht, dass sich dies in den nächsten 10 Jahren ändern wird, da ARM-CPUs immer schneller und billiger werden. Daher schätzt Ark, dass ARM und RISC-V bis 2030 einen Marktanteil von 71 % haben werden, während x86-Chips auf 27 % fallen werden.

Auch das ist eine gute Nachricht für NVIDIA. Sollte sich dieser Trend tatsächlich bestätigen, sollten Investoren davon ausgehen, dass die Grace-CPU – die auf ARM-Kernen basiert – ein wichtiger Wachstumstreiber sein wird.

Die Quintessenz

NVIDIA ist jetzt ein Drei-Chip-Unternehmen, was bedeutet, dass sein Produktportfolio jetzt einen größeren Teil der Infrastruktur von Rechenzentren abdeckt. Und in den kommenden Jahren dürfte NVIDIA eine starke Nachfrage verzeichnen, da sich GPUs zum vorherrschenden Prozessor in Rechenzentren entwickeln und ARM-Chips zur vorherrschenden CPU in Rechenzentren werden. Deshalb denke ich, dass NVIDIA das Rechenzentrum bis 2030 dominieren wird.

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